Der VZK vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Behörden, Versicherern und deren Verbänden, weiteren Interessensgruppen im Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Öffentlichkeit und fördert den Erfahrungsaustausch der Mitglieder untereinander. Der VZK unterstützt in verschiedenen Bereichen:
Digitalisierung
Der VZK hilft seinen Mitgliedern, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und zugleich ethische sowie datenschutzrechtliche Standards einzuhalten, indem er sie bei der Balance zwischen Fortschritt und Verantwortung unterstützt.
Fachkräfte
Der medizinische Bedarf wächst infolge der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts. Gleichzeitig gehen in den nächsten Jahren viele Gesundheitsfachpersonen in den Ruhestand, die durch die nachkommenden Generationen wegen des generellen Arbeitskräftebedarfs nicht ersetzt werden können. Der VZK engagiert sich in vielerlei Hinsicht gegen den Fachkräftemangel. Ob mit der Förderungen von Aus- und Weiterbildungen oder der Forderung regulatorischer Reduktionen.
Finanzierung
Zu den wichtigsten Themen gehört die Finanzierung der Krankenhäuser. Der VZK verhandelt mit den Kranken- und Unfallversicherern über Tarife und Preise und schliesst Verträge im Rahmen der obligatorischen Grundversicherung sowie im Zusatzversicherungsbereich ab. Im Falle von Tarifstreitigkeiten übernimmt der Verband die Prozessführung. Zudem berät er die Mitglieder umfassend in sämtlichen Tariffragen, sammelt Daten und wertet diese aus (Benchmarking) und entwickelt Tarif- und Preismodelle.
Ökologie
Auch im Bereich der Ökologie nimmt der VZK eine führende Rolle ein. Um ökologische Themen kompetent zu bearbeiten, wurde eine Ökologiekommission geschaffen. In dieser Kommission sind sowohl unsere Mitglieder als auch die Hochschulen, die für den Vollzug verantwortlichen Behörden und weitere Experten vertreten. Die Ökologiekommission berät im Sinne einer Branchenlösung gesamtschweizerisch die Institutionen des Gesundheitswesens in Fragen der Nachhaltigkeit, Ökologie und Entsorgung. Die Ökologiekommission ist auch für die regelmässige Überarbeitung des Handbuchs Ökologie und Entsorgung im Gesundheitswesen verantwortlich, welches bereits 1992 das erste Mal herausgegeben wurde.
Qualität
Der VZK engagiert sich, um die Qualität der Zürcher Krankenhäuser zu gewährleisten. Dazu koordiniert der Verband einen Teil der Qualitätsaktivitäten der Mitglieder und bringt deren Interessen in kantonale und nationale Gremien ein. Ziel ist es, die Akteure und Themen miteinander zu vernetzen und den Austausch zu fördern.
weitere Dienstleistungen
Zu den umfassenden Unterstützungsleistungen des VZK gehören des Weiteren ein Rechtsdienst, die gemeinsame Beschaffung und Logistik oder auch das vom VZK entwickelte HQuality® für Zusatzversicherte. Zudem betreibt der VZK einen Ausgleichspool, damit die von den Mitgliedern erbrachten Ausbildungswochen miteinander koordiniert werden können.
Das 10-Punkteprogramm des VZK
Die Gesundheitsversorgung befindet sich in einem Strukturwandel. Dieser wird durch verschiedene Entwicklungen ausgelöst wie: demografischer Wandel, medizinischer Fortschritt, integrierte Versorgung, Ambulantisierung, Digitalisierung, wechselnder Fachkräftebedarf. Damit die Bevölkerung auch in Zukunft von einer qualitativ hochstehenden und gut zugänglichen Versorgung profitiert, muss dieser Strukturwandel mit Bedacht und mittels Anreizen gefördert werden. Dafür hat der VZK ein 10-Punkteprogramm erarbeitet.
Der VZK setzt sich für eine Gesundheitsversorgung ein, die ...
- Patientinnen und Patienten eine bedürfnisgerechte, qualitativ hochstehende und sichere Gesundheitsversorgung ermöglicht,
- Patientinnen und Patienten befähigt, Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen (Prävention und Gesundheitskompetenz),
- Patientinnen und Patienten jederzeit den ungehinderten Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen sicherstellt,
- Gesundheitsdienstleister zu integrierten Versorgungsketten verknüpft,
- den Wettbewerb zwischen Gesundheitsdienstleistern fördert und Regulierung reduziert,
- Vergleichsmöglichkeiten zwischen Gesundheitsdienstleistern erleichtert,
- den Mitarbeitenden flexible Arbeitsmodelle und ein attraktives Arbeitsumfeld ermöglicht,
- den wirkungsvollen Einsatz von öffentlichen Geldern sicherstellt,
- medizinische Leistungen einheitlich entschädigt, unabhängig vom Leistungserbringer und vom Ort der Leistungserbringung,
- monistisch finanziert ist, Fehlanreize reduziert und damit stabile und faire Rahmenbedingungen schafft.